Herzlich Willkommen zum Wohnmobil-Glossar!

Dieses umfangreiche Wohnmobil-Glossar erklärt Fachbegriffe aus dem Wohnmobilbereich einfach und verständlich.

A

Ablastung

Unter “Ablastung” versteht man die Verringerung des in den Zulassungsdokumenten eingetragenen zulässigen Gesamtgewichts des Fahrzeugs. Eine Ablastung wird in den meisten Fällen vorgenommen, um die Bedingungen des ->Führerscheins einhalten zu können. Beispielsweise wird ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 8.000 kg auf 7.450 kg abgelastet. Dabei sollte jedoch unbedingt die danach noch zur Verfügung stehende ->Zuladung beachtet werden. Ob für die Ablastung technische Änderungen am Fahrzeug nötig sind, hängt vom individuellen Einzelfall ab. Das Gegenteil zur Ablastung ist die ->Auflastung.

Absicherung

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Unter “Absicherung” versteht man die elektrische Absicherung der ->Landstromversorgung an einem Stell- oder Campingplatz.

Nach der Formel “Watt/Volt=Ampere” (W/V=A) kann man einfach und schnell berechnen, ob die elektrische Absicherung reicht, um die gewünschten elektrischen Verbraucher zu betreiben.

Ist beispielsweise eine elektrische Heizpatrone mit 2.000 Watt in der ->Heizung integriert, muss der Platz mit (2.000/220=) mindestens 9 Ampere abgesichert sein. Bei einem Toaster mit 800 Watt reichen hingegen (800/220=) ca. 4 Ampere. Übersteigt die anliegende Last die Absicherung “fliegt die Sicherung raus” und die Stromversorgung wird unterbrochen.

Abwassertank

Im Abwassertank wird das Wasser aufgefangen, dass beim Duschen, Waschen oder Spülen anfällt. Dieses Abwasser wird auch als ->Grauwasser bezeichnet. Der Abwassertank ist beim Liner-Wohnmobil normalerweise im ->Doppelboden eingebaut. Dadurch ist der Abwassertank frostsicher, da er im beheizten Teil des Fahrzeugs untergebracht ist.

AES

AES bedeutet “Automatic Energy Selection” und bezeichnet die Möglichkeit, dass ein Kühlschrank automatisch die jeweils anliegende, effizienteste Betriebsenergie selbsttätig auswählt. Zur Wahl stehen -> Landstrom, ->Gas oder 12-Volt-Strom der ->Aufbau-Batterie.

Alde Warmwasserheizung

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Bei der Heizung der Firma Alde handelt es sich um eine Warmwasserheizung. Wie in Haus oder Wohnung zirkuliert eine Flüssigkeit durch ein Leitungssystem und heizt über Konvektoren das Wohnmobil auf. Die gesamte Installation erfolgt verdeckt. Konzeptbedingt benötigt die Warmwasserheizung länger als eine ->Warmluftheizung um das Wohnmobil zu erwärmen. Der Vorteil der Warmwasserheizung ist ein besonders wohliges und gleichmäßiges Wärmegefühl im Wohnmobil. Deshalb wird diese Art der Heizung bei Liner-Wohnmobilen bevorzugt.

Alkoven-Wohnmobil

Bei einem Alkoven-Wohnmobil befindet sich über dem Fahrerhaus ein Teil der Wohnkabine. In der Regel wird in diesem Bereich ein Bett untergebracht. Vielfach handelt es sich um ein querliegendes Doppelbett, in manchen Fahrzeugen werden auch zwei längsliegende Einzelbetten eingebaut. Vorteil des Alkovens ist die Nutzung des Raums über der Fahrerkabine. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, den Zugang zwischen Fahrerhaus und Wohnkabine zu verschließen und damit die Isolation zu verbessern. Nachteile beim Alkoven-Wohnmobil sind schwierigerer Zugang zum Bett sowie zwischen Fahrerkabine und Wohnkabine, und eine in der Regel geringere Kopfhöhe über dem Bett. Auch das Bettenbeziehen kann mühsam sein.

Aufbau-Batterie

Die sogenannte Aufbau-Batterie ist beim Wohnmobil zur Versorgung der 12-Volt-Verbraucher des Wohnaufbaus (z.B. ->Druckwasserpumpe, Pumpe für die ->Warmwasserheizung) vorgesehen. Die Aufbau-Batterie wird während der Fahrt über die Lichtmaschine des Motors aufgeladen. Im Stand wird die Batterie entweder über ->Landstrom, ->Solarpanel oder eine ->Brennstoffzelle geladen. Für den Start des Motors des Wohnmobils ist die –>Starter-Batterie zuständig. Für die Aufbau-Batterie werden in der Regel Blei-Batterien eingesetzt. Je nach Strombedarf (-> Autark) ist es sinnvoll, ->Lithium-Batterien einzusetzen.

Aufbau-Tür

Die Aufbau-Tür bildet den Eingang zum Wohnaufbau des Wohnmobils. Oftmals verfügt sie über ein Fenster, welches in diesem Fall mit einem Rollo ausgestattet ist, das zur Verdunklung beiträgt. In Liner-Wohnmobilen sind die Aufbau-Türen meist besonders hochwertig und damit stabil und sicher.

In der Regel sind die Türen per Schlüssel oder Fernbedienung zu öffnen. Teilweise erfolgt das Öffnen oder Schließen elektrisch unterstützt. Ebenso sind die Aufbau-Türen bei Liner-Wohnmobilen oftmals besonders breit und bieten so einen noch bequemeren Einstieg.

Bei vielen Liner-Wohnmobilen ist die Aufbau-Tür der einzige Zugang zum Fahrzeug, auf eine Fahrerhaustür wird oftmals zu Gunsten besserer Isolation verzichtet.

Auflastung

Unter “Auflastung” versteht man die Erhöhung des in den Zulassungsdokumenten eingetragenen zulässigen Gesamtgewichts des Fahrzeugs. Eine Auflastung wird in den meisten Fällen vorgenommen, um die ->Zuladung zu erhöhen. Beispielsweise wird ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 kg auf 4.000 kg aufgelastet. Ob für die Auflastung technische Änderungen am Fahrzeug nötig sind, hängt vom individuellen Einzelfall ab. Wichtig sind, dass auch nach der Auflastung noch die Bedingungen des ->Führerscheins eingehalten werden. Das Gegenteil zur Auflastung ist die ->Ablastung.

Autark

Unter “autark” versteht man beim Wohnmobil das Stehen ohne Anschluss an ->Landstrom. Je nach Strombedarf muss die Infrastruktur des Wohnmobils durch mehr Batteriekapazität der ->Aufbau-Batterien, ->Solarpanele, ->Wechselrichter, ->Brennstoffzelle oder ->Generator angepasst werden.

B

Barversion

Die Barversion ist ein Grundriss eines Wohnmobils, bei dem sich ein Tisch zwischen dem Beifahrersitz und einem weiteren Sitz dahinter befindet. Bei gedrehtem Beifahrersitz ergibt sich eine Zweier-Sitzgruppe. Gegenüber des Tisches ist meist ein Längssofa eingebaut. Der Tisch lässt sich so weit ausziehen, dass unter Einbeziehung des Längssofas und des gedrehten Fahrersitzes vier Personen Platz finden.

Barsitzgruppe bei einem Morelo Palace

Der Bargrundriss ist ein typischer 2-Personen-Grundriss. Er bietet ein gutes Raumgefühl und ist, besonders bei geschäftlicher Nutzung des Wohnmobils, ein sehr gut geeigneter Arbeitsplatz. Aufgrund des hohen Platzbedarfs ist der Bargrundriss meist nur in Liner-Wohnmobilen zu finden. Alternativen sind die ->Seitensitzgruppe, die ->Rundumsitzgruppe oder die ->Mittel-Dinette.

Batterie

Bei einem Wohnmobil gibt es in der Regel zwei Batterien: Die ->Aufbau-Batterie und die ->Starter-Batterie.

Biofilm

Als Biofilm bezeichnet man beim Wohnmobil eine Schleimschicht im ->Frischwassertank
->Warmwasserboiler und Wasserleitungen, der durch ->verkeimtes Wasser entsteht. Je länger verkeimtes Wasser im Wassersystem des Wohnmobils vorhanden ist, desto stärker wird der Biofilm und desto höher wird der Aufwand seiner Beseitigung. Auch deshalb kommt der Reinhaltung des Wassers und damit der
->Wasserversorgung im Wohnmobil eine besondere Bedeutung zu. Das beginnt bereits bei der Aufnahme von
->Frischwasser an der Zapfstelle. Die Reinigung des Wassers kann beispielsweise durch ->Wasserfiltersysteme direkt bei der Wasseraufnahme oder mit Wasserzusätzen im ->Frischwassertank geschehen.

Bodeneinlass

Ein Bodeneinlass bezeichnet die Möglichkeit, ->Grauwasser– oder ->Schwarzwasser-Tanks durch ein Loch im Boden einer ->Entsorgungs-Station zu entleeren.

Brennstoffzelle

Brennstoffzelle in einer Wohnmobil-Garage eingebaut

Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom. Als “Abfallprodukt” entstehen Wasserdampf, Wärme und ein leises, unauffälliges Summen.

Für den Einsatz im Wohnmobil sind aktuell nur Produkte des Herstellers “Efoy” verfügbar. Bei diesen Brennstoffzellen wird Methanol als Reaktionsmedium eingesetzt. Das Methanol wird in Kanistern zu 5 Litern mitgeführt. Die Steuerung der Brennstoffzelle ist komfortabel per App oder Bediendisplay möglich. Ein- und Ausschaltzeiten können vollautomatisch in Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie erfolgen.

Die Brennstoffzelle eignet sich ideal, um in Ergänzung mit ->Solarzellen die ->Autarkie des Wohnmobils zu erhöhen. Denn eine Brennstoffzelle liefert auch nachts oder bei bedecktem Himmel Strom an die ->Aufbau-Batterie.

C

Cassetten-Toilette

-> Kassetten-Toilette

Chemie-Toilette

Um Gerüche beim Wohnmobil-Toiletten zu vermeiden werden meist Chemikalien in flüssiger oder fester Form zugesetzt. Deshalb bezeichnet man diese Toiletten als “Chemie-Toiletten”. Sowohl bei ->Kassetten-Toiletten als auch bei ->Festtank-Toiletten kann durch eine ->Entlüftung der Einsatz von Chemikalien vermindert oder ganz vermieden werden.

D

Dachklimaanlage

Viele Wohnmobile sind mit einer Klimaanlage für den Wohnraum ausgestattet. Dabei unterscheidet man zwei Bauformen. Bei der Dachklimaanlage ist die Anlage auf dem Dach des Wohnmobils befestigt. Lediglich die Luftausströmer ragen in den Innenraum und verringern die Stehhöhe etwas. Die Befestigung auf dem Dach erhöht Fahrzeughöhe, Dachlast und damit den Schwerpunkt. Der Vorteil dieser Bauart liegt in der Vergleichsweise einfachen Montage. Das Gegenstück ist die –>Unterflur-Klimaanlage.

Um eine Klimaanlage ohne ->Landstrom, also ->autark, betreiben zu können müssen bei der ->Stromversorgung erhebliche Anpassungen vorgenommen werden.

Dachluke

Die Dachluke ist beim Wohnmobil unverzichtbarer Bestandteil des Lüftungskonzeptes. Je nach Größe des Wohnmobils sind meist mehrere Dachluken, oft in unterschiedlicher Größe, verbaut. Oftmals wird in die Öffnung einer Dachluke eine ->Dachklimaanlage eingesetzt.

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Dachluke bei einem Morelo Palace.

In der Regel sind bei den Dachluken zur Verdunkelung Plissee-Rollos und zum Schutz vor Insekten Fliegenschutz-Rollos eingebaut. Diese sind normalerweise als ->Kassetten-Rollo ausgeführt und wechselseitig einsetzbar. Die verbreitetste Dachluke ist das “Heki” (“Hebe-Kipp-Luke”), dass sogar als Synonym für den Begriff “Dachluke” genutzt wird.

Doppelboden

Als Doppelboden wird der Raum zwischen dem Boden und dem Wohnraum des Wohnmobils bezeichnet. Der Doppelboden erfüllt gleich mehrere Funktionen: Er sorgt im Innenraum des Wohnmobils für einen stufenlosen Durchgang vom Fahrerhaus bis zum Heck des Fahrzeugs.

Der Doppelboden dient der Isolierung des Wohnraums nach unten, je nach Höhe bietet er Stauraum für Ladung oder Installationen wie zum Beispiel dem ->Frischwasser-, ->Grauwasser- oder, bei Verwendung einer ->Festtank-Toilette, des ->Schwarzwassertanks.

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Nachteile des Doppelbodens: Vergleichsweise hoher Fertigungsaufwand, höheres Gewicht, mehr Fahrzeughöhe und damit einhergehend ein höherer Schwerpunkt. In Liner-Wohnmobilen wird in der Regel ein Doppelboden verwendet.

Druckwasserpumpe

Die Druckwasserpumpe versorgt die Wasserzapfstellen im Wohnmobil mit Wasser. Im Gegensatz zur ->Tauchpumpe erzeugt die Druckwasserpumpe im gesamten Wassersystem einen dauerhaft gleichbleibenden Druck. Sobald eine Zapfstelle geöffnet wird, springt die Druckwasserpumpe an und gleicht den Druckverlust aus. So ergibt sich ein Gefühl wie bei einer Installation im Haushalt. Bei Verwendung einer Druckwasserpumpe können Zapfhähne ohne Mikroschalter verwendet werden. In Liner-Wohnmobilen werden in der Regel Druckwasserpumpen eingesetzt.

Duo-Matik

Eine Duo-Matik schaltet bei zwei verbundenen ->Gasflaschen automatisch von der leeren auf die volle Gasflasche um. Das vermeidet einen manuellen Eingriff und ist insbesondere dann praktisch, da eine Gasflasche nach “Murphy’s Law” immer nachts und bei Regen oder Frost leer wird. Zur Sicherheit erfolgt eine Benachrichtigung über die erfolgte Umschaltung, damit man für eine neue Reserve-Gasflasche sorgen kann.

E

Einzelbetten

Einzelbetten im Liner-Wohnmobil befindet sich in der Regel in Längsrichtung im Heck, in selten Fällen auch als ->Hubbett oder im ->Alkoven im vorderen Bereich des Fahrzeugs. In den meisten Fällen sind die Einzelbetten auf etwa der Hälfte der Bettenlänge miteinander verbunden, außerdem kann in der Regel durch Einfügen eines Zwischenstücks ein großes Doppelbett geschaffen werden.

Einzelbetten bieten die Möglichkeit, ohne Partnerin oder Partner zu stören, das Bett zu verlassen. Im Gegensatz zum ->Queensbett, dass von drei Seiten zugänglich ist, sind Einzelbetten normalerweise nur von einer Seite zugänglich.

Entsorgen

Mit “Entsorgen” bezeichnet man beim Wohnmobil das Leeren von ->Grauwasser und
->Schwarzwasser (bei Verwendung einer –>Festtank-Toilette des
->Schwarzwassertanks) bzw. der ->Toilettenkassette an geeigneten ->Entsorgungs-Stationen.

Entsorgungs-Station

An Entsorgungs-Stationen ist die ->Entsorgung von ->Grauwasser und ->Schwarzwasser möglich. In der Regel kann dort auch ->Frischwasser getankt werden. Es gibt verschiedene Bauarten von Entsorgungsstationen die entweder auf Camping- oder Stellplätzen, seltener auch an Rastplätzen, zu finden sind. Für Liner-Wohnmobile mit Festtank-Toilette ist eine Entsorgungsstation mit Bodeneinlass am besten geeignet. Der Premium-Hersteller Morelo pflegt auf seiner Website eine interaktive Karte geeigneter Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten für Liner-Wohnmobile.

Eurostecker

Beim Eurostecker, genauer: CEE-Campingstecker, handelt es sich um einen europaweit genormten Stromstecker, der Wohnmobile und Wohnwagen mit ->Landstrom versorgt. Er ist robust, verpolungssicher und bei allen modernen Camping- und Stellplätzen im Einsatz. In seltenen Fällen werden noch Schuko-Stecker verwendet, für diesen Fall gibt es spezielle Adapter.

F

Face-To-Face-Sitzgruppe

Bei einer Face-To-Face-Sitzgruppe sind zwei Sitzbänke längs zur Fahrtrichtung montiert. Der Tisch befindet sich zwischen den beiden Sitzbänken und ist in der Regel klappbar. Die Face-To-Face-Sitzgruppe bietet ein besonders großzügiges Raumgefühl und beim Liner-Wohnmobil einen bequemen Zugang zur Fahrerkabine.

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Alternativen sind die ->Rundsitzgruppe, die ->Mitteldinette und die ->L-Sitzgruppe.

Fahrzeug-Batterie

Die Fahrzeug-Batterie versorgt die Verbraucher des Basis-Fahrzeugs, hauptsächlich den Anlasser des Motors, mit Energie. Die Fahrzeug-Batterie ist von der ->Aufbau-Batterie getrennt, beide werden während der Fahrt vom Generator (“Lichtmaschine”) des Basisfahrzeugs geladen, wobei die Starterbatterie bevorzugt geladen wird. Bei modernen Fahrzeugen mit “intelligenten Lichtmaschinen” wird der Ladestrom zur Fahrzeug-Batterie zur Kraftstoffersparnis eingestellt, sobald diese vollständig geladen ist. Damit die ->Aufbau-Batterie trotzdem geladen wird, werden ->Lade-Booster verwendet.

Fäkaltank

Der Fäkaltank ist Bestandteil der –>Kassetten-Toilette oder ->Festtank-Toilette und fängt die Hinterlassenschaften nach der Nutzung der Toilette auf. Der Inhalt des Fäkaltanks wird auch als
->Schwarzwasser bezeichnet. Siehe auch ->Grauwasser.

Fenster

Die Fenster im Wohnmobil sind in der Regel aus Kunststoff und, neben der ->Dachluke unverzichtbarer Bestandteil des Lüftungskonzeptes. Man unterscheidet ->Rahmenfenster und ->vorgehängte Fenster. Beide Fensterarten sind in der Regel als Isolierfenster ausgeführt.

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Fenster bei einem Morelo Palace.

Im Fahrerhaus von Liner-Wohnmobilen werden zur besseren Isolierung oftmals Seitenfenster aus doppeltem Mineralglas verbaut. Die Frontscheibe besteht in der Regel aus Verbund-Sicherheitsglas. Zur Isolierung und Verdunkelung des großen Frontfensters wird deshalb ein >Frontscheiben-Rollo verwendet.

Festtank-Toilette

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Bei einer Festtank-Toilette wird das ->Schwarzwasser in einem fest installierten Tank gesammelt. Dieser Tank ist in der Regel im ->Doppelboden installiert. Deshalb wird diese Bauweise meist in Linern verwendet. Oftmals ist zur Verringerung von Gerüchen auch eine ->Entlüftung, bei Liner-Wohnmobilen meist über das Dach, vorhanden. Trotzdem kann es erforderlich sein ->Toiletten-Chemikalien zu verwenden.

Um das Volumen der Hinterlassenschaften zu verringern, wird eine Toilette mit festem Tank in manchen Fällen mit einer ->Zerhacker-Toilette kombiniert. Der Vorteil einer Festtank-Toilette ist, dass durch das große Tankvolumen (ab ca. 100 Litern) die ->Entsorgung weit weniger häufig als bei ->Kassetten-Toiletten erfolgen muss. Jedoch muss dafür das Liner-Wohnmobil bewegt werden und es muss eine geeignete ->Entsorgungs-Station vorhanden sein. Der Tankinhalt wird dort über einen Schlauch in einen ->Bodeneinlass entleert.

Französisches Bett

Ein französisches Bett bezeichnet ein Doppelbett an der Seite eines Wohnmobils. Der Vorteil dieser Bettenanordnung ist ein vergleichsweise großzügiges Raumgefühl. Nachteile sind eine vergleichsweise geringe Bettenbreite der nur einseitige Zugang und ein schmales Bad. Deshalb kommt diese Anordnung im Liner-Wohnmobil sehr selten vor. Alternativen sind –>Einzelbetten, ->Queensbett oder ->Hubbett.

Frischwasser

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Im ->Doppelboden untergebrachte Tanks.

Als Frischwasser (selten, aber zutreffend: “Weißwasser”) bezeichnet man im Wohnmobil das Wasser, das als Trinkwasser über eine Wasserzapfstelle “an Bord” genommen wird.

Das Frischwasser wird im –>Frischwassertank gelagert., dieser ist bei Leiner-Wohnmobilen im ->Doppelboden und damit frostsicher montiert. Besondere Bedeutung kommt der Verhinderung der ->Verkeimung des Wassers zu, um einen
->Biofilm zu vermeiden.

Das Frischwasser wird durch Gebrauch z.B. beim Kochen oder Duschen zu ->Grauwasser und ist nach Verwendung als Spülwasser bei der ->Festtank-Toilette oder der
->Kassetten-Toilette Bestandteil des ->Schwarzwassers.

Frischwassertank

Im Frischwassertank wird das ->Frischwasser des Wohnmobils gelagert. Der Frischwassertank ist immer frostgeschützt im beheizten Bereich des Wohnmobils eingebaut. In Liner-Wohnmobilen beträgt sein Volumen meist mehr als 200 Liter. Siehe auch ->Zuladung.

Frontscheiben-Rollo

Ein Frontscheiben-Rollo ist ein Rollo, welches als Sichtschutz und Verdunkelung der Frontscheibe des Wohnmobils dient. Entgegen der anderen ->Fenster ist die Frontscheibe am Liner-Wohnmobil meist nicht als Isolierglas sondern aus Sicherheits-Verbundglas ausgeführt.

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Frontscheiben-Rollo bei einem Morelo Palace

Deshalb dient das Frontscheiben-Rollo außerdem als Isolierung und zur Vermeidung von Kältebrücken. In besonders luxuriösen Linern ist der Raum zwischen Scheibe und Rollo zusätzlich beheizt. In der Regel ist es elektrisch betätigt und kann so außerdem während der Fahrt als Sonnenblende verwendet werden.

Frostwächter

Ein Frostwächter ist ein Bauteil, das bei Unterschreiten einer bestimmten (Innenraum-)Temperatur die Ventile des –>Frischwasser-Tanks und des ->Warmwasserbereiters öffnet um die Beschädigung der wasserführenden Bauteile durch einfrierendes Wasser zu verhindern.

Führerschein

Wie für jedes Kraftfahrzeug benötigt man auch zum Fahren eines Wohnmobils im öffentlichen Straßenverkehr den passsenden Führerschein. Besonders beim Wohnmobil kommen den verschiedenen Gewichtsklassen und damit Führerscheinklassen eine besondere Bedeutung zu. Außerdem ist zu unterscheiden, ob der Führerschein vor 1999 oder nach 1999 gemacht wurde.

Vor 1999 gemacht

Wer den Führerschein Klasse “3” vor 1999 erworben hat, darf Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen fahren. Das ist für viele Liner-Wohnmobile ausreichend. Ist beim Wunschfahrzeug ein höheres zulässiges Gesamtgewicht eingetragen, kommt eventuell als Alternative zum LKW-Führerschein eine ->Ablastung in Frage.

Bis zum 50. Lebensjahr können mit dem sogenannten “3er-Führerschein” sogar Gespanne mit einem zulässigen Zuggesamtgewicht (= Gewicht Wohnmobil + Anhänger) von 18,5 Tonnen gefahren werden! Nach dem 50. Lebensjahr reduziert sich das zulässige Zuggesamtgewicht auf, immer noch beachtliche, 12 Tonnen. Diese Grenze kann man umgehen, wenn man den Führerschein gegen den neuen Führerschein im Scheckkarten-Format eintauscht. Beim Umschreiben muss man darauf achten, dass dann die eingeschränkte Klasse “CE79” eintragen ist. Jedoch sind dann ab dem 50. Lebensjahr alle 5 Jahre eine zwingende Überprüfung des Sehvermögens sowie eine ärztliche Untersuchung nötig.

Nach 1999 gemacht

Wurde der Führerschein nach 1999 erworben gilt für die Klasse “B” ein zulässiges Gesamtgewicht des (Zug-)Fahrzeugs von 3,5 Tonnen. Hat das Wohnmobil ein höheres zulässiges Gesamtgewicht ist eventuell eine ->Ablastung möglich. Wer mit seinem Reisemobil noch einen Hänger bis 750 kg zulässigem Gesamtgewicht ziehen möchte, benötigt den Führerschein Klasse “B96”. Dieser berechtigt zum Führen von Gespannen mit einem zulässigen Zuggesamtgewicht von maximal 4,25 Tonnen. Dieser Führerschein ist unbefristet gültig.

Hat das Wohnmobil ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen wird der LKW-Führerschein Klasse “C1” benötigt. Damit können Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und einem Hänger mit maximal 750 kg zulässigem Gesamtgewicht bewegt werden. Die Klasse “C1” wird jeweils nur für 5 Jahre erteilt. Nach einer positiven Eignungsuntersuchung kann sie für jeweils 5 weitere Jahre verlängert werden.

Für Liner-Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen ist der Führerschein Klasse “C” nötig. Ein mitgeführter Anhänger darf nur ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 kg aufweisen. Auch die Klasse “C” wird jeweils nur für 5 Jahre erteilt und kann nach einer positiven Eignungsuntersuchung für jeweils 5 weitere Jahre verlängert werden.

Verfügt der Hänger am Liner-Wohnmobil über ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 750 kg ist die Führerschein-Klasse “CE” notwendig. Diese wir ebenfalls nur nur für 5 Jahre erteilt und kann nach einer positiven Eignungsuntersuchung für jeweils 5 weitere Jahre verlängert werden.

[Stand: 08/2021, gilt für alle Ausführungen zum Thema “Führerschein”]

G

Garage

Als “Garage” wird in der Regel der Stauraum im Heckbereich des Wohnmobils bezeichnet. Je nach Größe des Liner-Wohnmobils sind mindestens Fahrräder, manchmal auch Motorroller, Motoräder, Quads oder sogar kleine PKW darin verstaubar.

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Heckgarage bei einem Morelo Empire Liner

Gasversorgung

Zur Energieversorgung der ->Alde- oder >Warmluftheizung, vor allem aber zum Kochen und der Warmwasserbereitung sowie zum ->Kühlen wird im Wohnmobil Propan-Gas verwendet. Die Gasversorgung wird normalerweise über zwei 12kg-Gasflaschen sichergestellt. Ist eine Flasche leer kann einfach die volle zweite Flasche angeschlossen werden. Das kann manuell oder über eine ->automatische Umschaltung geschehen.

In Deutschland können leere Propangasflaschen in Camping- oder Baumärkten und auf vielen Campingplätzen getauscht werden. Im Ausland ist die Versorgung meist schwieriger, da es unterschiedliche Anschlussnormen gibt. Auch deshalb ist in manchen Liner-Wohnmobilen auch ein (zusätzlicher) Gastank fest eingebaut, der mit seinem großen Volumen ein selteneres Auffüllen erfordert. Zum Grillen mit Gas ist oftmals eine Gas-Außensteckdose vorhanden.

Generator

Ein Generator erzeugt 230V-Wechselstrom zum Betrieb beispielsweise von Fön oder Kaffee-Automaten im Wohnmobil. Als Brennstoff wird Diesel, bei portablen Generatoren Benzin, seltener auch Gas, verwendet.

Die Verwendung von Generatoren im Wohnmobil ist umstritten, da sie sowohl Lärm als auch Abgase erzeugen. Es gibt im Wohnmobil fest eingebaute Generatoren oder handliche, portable Generatoren (“Moppel”). Die portablen Generatoren werden meist in einigem Abstand zum Wohnmobil aufgestellt damit die Abgas- und Lärmbelästigung beim Betrieb nicht zu sehr stören.

Portable Generatoren sind eine günstige Möglichkeit, ->autark zu stehen. Die Alternative, eine Kombination von ->Brennstoffzelle, ->Solarzelle und großer Batterie-Kapazität, ist erheblich kostenintensiver aber auch weit weniger umstritten.

Grauwasser

Als Grauwasser wird das Abwasser bezeichnet, dass beim Duschen, Waschen oder Spülen anfällt. Es wird im
->Abwassertank gesammelt.

H

Heizung

Die Heizung wird auch im Liner-Wohnmobil mit ->Gas betrieben. In der Regel ist eine –>Alde-Warmwasserheizung installiert, seltener eine ->Warmluftheizung. In vielen Liner-Wohnmobilen ist in der Heizung eine 230V-Heizpatrone integriert. So kann man auch mit ->Landstrom heizen. Das ist aber je nach Stromtarif bzw. elektrischer ->Absicherung des Stell- oder Campingplatzes nicht immer sinnvoll.

Heki

Als Heki bezeichnet man ein “Hebe-Kipp-Fenster”. Der Begriff wird vielfach synonym für eine ->Dachluke verwendet.

Hubbett

Als Hubbett bezeichnet man ein Bett, dass bei Nichtgebrauch unter der Decke des Wohnmobils hängt. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem ->Alkoven um ein Bett, das dauerhaft verfügbar ist. Beim Liner-Wohnmobil und praktisch allen integrierten Wohnmobilen befindet sich das Hubbett im Fahrerhaus des Wohnmobils. Es bietet meist zwei zusätzliche Schlafplätze, je nach Konzeption als Quer- oder Längsbetten. Die statische Belastbarkeit ist je nach Hersteller unterschiedlich, sie liegt bei meist weniger als 200 kg Gesamtbelastung.

Der Vorteil des Hubbetts ist die platzsparende Unterbringung. Nachteile sind die, bedingt durch die Lage im Bug, meist schlechtere Isolation sowie der teils beschwerliche Aufstieg ins Bett. In manchen Liner-Wohnmobilen ist das Hubbett die einzige Schlafstatt, im Heck findet sich dann meist eine –>Rundsitzgruppe. Alternativen oder Ergänzungen zum Hubbett sind ->Einzelbetten, ein ->Queensbett oder ein ->französisches Bett.

Hubstützen

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Hubstütze an einem Morelo Palace

Insbesondere beim Liner-Wohnmobil sorgen Hubstützen für eine komfortable ->Nivellierung des Fahrzeugs.

Dazu werden vier einzelne Hubstützen unter dem Wohnmobil befestigt, die entweder hydraulisch, seltener elektrisch, das Fahrzeug vollautomatisch oder manuell in eine waagrechte Position bringen.

Die Hubstützen können an vielen Fahrzeugen nachgerüstet werden. Vielfach sind auch spezielle Neigungen programmierbar um die ->Entsorgung zu vereinfachen.

I

Integriertes Wohnmobil

Als “integriertes Wohnmobil” werden Wohnmobile bezeichnet, bei denen der Fahr- und Wohnbereich im Aufbau mit gleichbleibender Aufbaubreite zusammengefasst sind. Liner-Wohnmobile sind in aller Regel integrierte Wohnmobile. Diese Bauform ermöglicht ein besonders luxuriöses Raumgefühl sowie die Integration des Cockpits in den Wohnbereich. Andere Aufbautypen sind ->Alkoven-Wohnmobile oder ->Teilintegrierte Wohnmobile oder ->Kastenwagen.

J

Jalousie

Mit Hilfe einer Jalousie wird im Wohnmobil für Sichtschutz oder Dunkelheit gesorgt. Jalousien sind im Liner-Wohnmobil meist als ->Kassetten-Rollo ausgeführt.

K

Kastenwagen

Ein Kastenwagen wurde ursprünglich nur als Lieferfahrzeug eingesetzt. Schon früh wurden Kastenwagen jedoch auch zum Wohnmobil umgebaut. Der Vorteil eines zum Wohnmobil ausgebauten Kastenwagens liegt in der kompakten Bauart, die meist für eine gute Wendigkeit sorgt. Der Nachteil eines ausgebauten Kastenwagens ist das geringe Platzangebot im Vergleich zu ->Alkoven-, ->Teilintegrierten und besonders der ->Integrierten Wohnmobile.

Dabei sind fertig ausgebaute Kastenwagen nicht unbedingt preiswerter als andere Wohnmobile. Der Grund liegt hauptsächlich im erhöhten Montageaufwand: Während bei den meisten anderen Wohnmobilen erst Möbel und Installationen vorgenommen werden und danach erst die Wohnkabine geschlossen wird, müssen bei einem Kastenwagen alle Installationen und Möbel durch die Tür nach drinnen gebracht und montiert werden.

Kassetten-Rollo

Ein Kassetten-Rollo dient zum einen der Verdunklung und dem Sichtschutz und zum anderen dem Schutz vor Mücken und anderer Insekten im Wohnmobil. Dafür sind zwei Rollos (Fliegen-Gaze und lichtundurchlässige ->Jalousie) in einem Rahmen mit Führungen (“Kassette”) untergebracht, der von innen vor dem Fenster montiert wird. Je nach Bedarf kann der Fliegenschutz oder der Sichtschutz aus der Kassette gezogen werden. Am jeweiligen Rand beider Teile sind Befestigungen angebracht. Auf diese Weise können beide Teile des Rollos gemeinsam bewegt werden und in Stufen in den Führungen arretiert werden.

Kassetten-Toilette

Blick auf die Kassette einer Kassetten-Toilette bei geöffneter Klappe.

Bei einer Kassetten-Toilette wird das ->Schwarzwasser in einem herausnehmbaren Tank (“Kassette”) gesammelt. Diese Kassette kann einfach, meist von außen, aus dem Fahrzeug entnommen und an geeigneten
->Entsorgungs-Stationen entleert werden.

Vorteil der Kassetten-Toilette ist die große Variabilität bei der Entsorgung, zudem muss das Fahrzeug nicht bewegt werden. Nachteil ist das vergleichsweise geringe Volumen (meist ca. 20 Liter), was eine häufige Entsorgung nötig macht. Im Liner-Wohnmobil wird deshalb meist eine
->Festtank-Toilette mit eingebautem ->Fäkaltank eingesetzt.

Um unangenehme Gerüche zu vermeiden werden meist chemische Zusätze (->Chemie-Toilette), eine ->Entlüftung oder eine Kombination von beidem eingesetzt.

Küche

Die Küche ist im Wohnmobil meist als Winkelküche ausgeführt. In besonders langen ->Liner-Wohnmobilen werden auch Küchenzeilen verbaut. Die Küche bietet um unteren Bereich Stauraum und in der Regel auch Platz für einen oder mehrere Abfalleimer.

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Küche in einem Morelo Palace

Besonders bei luxuriösen Liner-Wohnmobilen findet man sogar eine Spülmaschine. Die Arbeitsplatte besteht in der Regel aus einer beschichteten Hartholzplatte, im Liner-Wohnmobil oftmals auch aus einem Mineralwerkstoff. Gekocht wird meist mit ->Gas auf zwei oder drei Kochstellen. In manchen Liner-Wohnmobilen findet man auch Ceran- oder gar Induktionskochfelder. Beides setzt, solange es sich nicht um ein Gas-Ceranfeld handelt, jedoch einen gut ->abgesicherten Stell- oder Campingplatz oder eine üppig dimensionierte ->autarke Stromversorgung voraus.

L

Lade-Booster

Ein Lade-Booster sorgt dafür, dass die ->Aufbau-Batterie während der Fahrt von der Lichtmaschine (Generator) des Fahrzeugmotors geladen wird. Im Zuge der immer strengeren Abgasnormen werden zunehmend sogenannte “intelligente Generatoren” verbaut, die bei vollgeladener ->Starter-Batterie die Ladeleistung einstellen. Der Lade-Booster verhindert das.

Landstrom

Unter Landstrom versteht man den Anschluss eines Wohnmobils an die 230-Volt-Stromversorgung eines Stell-oder Campingplatzes. Das Gegenteil dazu ist ->autark stehen.

Liner-Wohnmobil

Ein Liner-Wohnmobil ist ein besonders luxuriöses ->integriertes Wohnmobil. Dabei bezieht sich “luxuriös” sowohl auf die Ausstattung als auch auf das Platzangebot. Ein Liner-Wohnmobil repräsentiert die aktuelle Spitze des technisch machbaren. Luxuriöse Sitzgruppen als ->Barversion, ->L-Sitzgruppe oder ->Face-To-Face-Sitzgruppe bieten Platz wie im heimischen Wohnzimmer. Es sind oftmals haushaltsübliche Installationen, ein geräumiges ->Raumbad, große ->Frischwasser-, ->Grau- und ->Schwarzwassertanks vorgesehen. Eine Kassetten-Toilette ist vergleichsweise selten. Vielfach wird auch besonders viel Wert auf
->Autarkie gelegt.

Das resultiert in hohen zulässigen Gesamtgewichten, was entsprechend tragfähige Fahrgestelle notwendig macht. Die meisten Liner haben ein zulässiges Gesamtgewicht um 7,5 Tonnen aber auch 12 Tonnen oder 14 Tonnen schwere Liner werden gebaut. Deshalb müssen bei den Kosten für den Erwerb ggf. auch die Kosten für den entsprechenden ->Führerschein berücksichtigt werden.

Die Außenlänge eines Liner-Wohnmobils beginnt bei etwa 8 Meter, die Fahrzeughöhe ist, bedingt durch den hohen ->Doppelboden für die Tanks, teils deutlich höher als bei ->Integrierten Wohnmobilen. Das kann auch in bis zu 6 Stufen resultieren, die es zum Wohnraum zu überwinden gilt. Liner-Wohnmobile bieten auf Reisen einen hervorragenden Wohnkomfort, vergleichbar einer kleinen Wohnung. Die Preise bewegen sich deshalb auch auf vergleichbarem Niveau.

Lithium-Batterie

Eine Lithium-Batterie (richtiger: Lithium-Eisenphosphat-Akku, LiFePO4) hat gegenüber einer herkömmlichen Bleibatterie eine erheblich größere Energiedichte, das macht sie erheblich leichter als Blei-Batterien gleicher Kapazität. Außerdem kann eine Lithium-Batterie bis zu fast 100 Prozent (herkömmliche Bleibatterie ca. 60 %) entladen werden. Das macht besonders für energiehungrige Verbraucher wie Kaffeemaschinen und in Zusammenspiel mit ->Ladebooster und ->Wechselrichter für die ->Autarkie interessant. Nachteile der Lithium-Batterie sind, im Vergleich zu Blei-Batterien, hohen Kosten und eine höhere Empfindlichkeit gegen kalte Temperaturen.

L-Sitzgruppe

Bei einer L-Sitzgruppe ist eine Längsseitenbank mit einem kurzen Schenkel ergänzt und bildet, von oben gesehen, das namensgebende “L”. Der Schenkel bildet meist den Abschluss der Sitzgruppe gegen die
->Küche.

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L-Sitzgruppe in einem Morelo Loft.

Eine L-Sitzgruppe bietet viel Platz und Variabilität in der Sitzanordnung. Sie engt das Raumgefühl, insbesondere im Vergleich mit einer ->Bar-Version oder einer ->Face-To-Face-Sitzgruppe, allerdings spürbar ein.

Luftfederung

Eine Luftfederung ist entweder als Zusatzluftfederung oder als Vollluftfederung ausgeführt. Bei einer Zusatzluftfederung wird die vorhandene serienmäßige Federung an der Hinterachse des Wohnmobils durch aufblasbare Luftbälge unterstützt. Dadurch kann das Heck an den Beladungszustand angepasst (also beispielsweise angehoben) werden. Außerdem ergibt sich an der Hinterachse ein komfortableres Fahrgefühl und die Seitenwindanfälligkeit, besonders bei Überholvorgängen von LKW, wird reduziert. Eine Zusatzluftfederung ist meist Voraussetzung für eine ->Auflastung.

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Vollluftfederung an der Hinterachse eines Morelo Liners.

Bei einer Vollluftfederung übernehmen anstatt Schrauben- oder Blattfedern aufblasbare Luftbälge an Vorder- und Hinterachse die Federungsarbeit. Das Ergebnis ist ein besonders komfortables Fahrgefühl.

M

Markise

Eine Markise ist beim Wohnmobil als Wetter- und Sonnenschutz vorgesehen. Sie ist am Dach des Wohnmobils in einem Kasten befestigt, weshalb sie auch manchmal als “Kassettenmarkise” bezeichnet wird. Das Gegenteil dazu ist die, fast ausschließlich im Wohnwagensegment gebräuchliche, Sackmarkise, bei der die Markise in einem am Fahrzeugdach befestigten Sack aufbewahrt wird.

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Markise an einen Morelo Loft Liner.

Die Markise wird insbesondere beim Liner-Wohnmobil mehr und mehr direkt in die Karosserie integriert. Am Stellplatz wird die Markise entweder per Handkurbel oder Elektromotor ausgekurbelt. Die Standfestigkeit der Markise wird in der Regel durch in der Kassette verwahrte, teleskopierbare Stangen erhöht. Um zu verhindern, dass die Markise bei hohen Windstärken umschlägt, empfiehlt es sich, eine Abspannung anzubringen.

Mittel-Dinette

Die Mittel-Dinette besteht aus zwei gegenüberliegenden Sitzbänken, die durch einen Tisch getrennt werden. Besonders bei ->Alkoven-Wohnmobilen früher sehr gebräuchlich ist sie heute selten geworden, da sie viel Baulänge des Basisfahrzeugs benötigt. Seit dem Aufkommen der drehbaren Vordersitze konnten sich die ->L-Sitzgruppe und die ->Face-To-Face-Sitzgruppe etablieren.

N

Netzvorrang-Schaltung

Eine Netzvorrang-Schaltung trennt zuverlässig anliegenden ->Landstrom vom durch einen
->Wechselrichter bereitgestellten Strom und speist die Steckdosen nur mit Strom aus einer Quelle. Dabei hat in der Regel der Landstrom Vorrang. Benötigt ein Verbraucher im Wohnmobil mehr Strom als die
->Absicherung am Platz erlaubt, sind manche ->Wechselrichter in der Lage mit einer sogenannten Netzausgleich-Funktion kurzeitig Strom aus der ->Aufbau-Batterie zur Verfügung zu stellen.

Nivellierung

Als “Nivellierung” bezeichnet man das waagerechte Ausrichten (“ins Wasser bringen”, “ins Lot bringen”) des Wohnmobils. Neben Aspekten des persönlichen Wohlbefindens (z.B. beim Schlafen) ist eine möglichst waagerechte Ausrichtung auch aus technischen Gründen sinnvoll: Absorberkühlschränke im Gasbetrieb funktionieren in Schräglage weniger gut. Die Nivellierung wird entweder mit Unterlegkeilen, beim Liner-Wohnmobil aber in der Regel mit hydraulischen ->Hubstützen durchgeführt.

O

Ordnungssystem

Als “Ordnungssystem” bezeichnet man beim Wohnmobil in der Regel ein -> Regalsystem, das in der
-> Garage eingebaut ist. In der Regel werden die Systeme gegen Boden und Decke des Stauraums verspannt, so dass keine Bohrungen in den Boden oder die Decken angebracht werden müssen. So können sie beschädigungslos entfernt werden. Es gibt auch Systeme, die fest mit dem Wohnmobil verbunden werden.

P

Porta Potti

Das Porta Potti ist der Vorläufer der ->Kassettentoilette. Es besteht aus Tanks, die übereinander montiert und getrennt abnehmbar sind. Der obere Tank in Form einer Toilettenschüssel enthält das Spülwasser, dass mittels einer mechanischen, seltener elektrischen, Pumpe gefördert wird. Bei Benutzung wird mit einem Schieber die Öffnung zum unten liegenden Fäkaltank geöffnet und danach wieder geruchs- und wasserdicht verschlossen. Der Fäkaltank kann zum Leeren des ->Schwarzwassers vom Spülwassertank getrennt werden. Diese Art der Toiletten wird heute praktisch nur noch in Campingbussen oder Zelten genutzt.

Q

Queensbett

Als “Queensbett” wird ein an drei Seiten freistehendes Doppelbett im Wohnmobil bezeichnet. Dadurch ist es besonders gut zugänglich. Ein Queensbett ist etwa 160 cm breit und knapp 200 cm lang. Es ist in der Regel im Heck eingebaut.

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Queensbett in einem Morelo Loft.

Im Liner-Wohnmobil kann durch den Doppelboden unter dem Queensbett durchaus noch eine ->Garage untergebracht sein, die hoch genug für den Transport von Fahrrädern ist. Eine Alternative zum Queensbett sind ->Einzelbetten, die  auf etwa der Hälfte der Bettenlänge miteinander verbunden sind.

R

Rahmenfenster

Rahmenfenster sind eine Art des ausstellbaren Fensters beim Wohnmobil. Beim Rahmenfenster ist die Acryl-Scheibe in einem rundum laufenden Rahmen befestigt. Daraus ergibt sich eine höhere Stabilität des Fensters. Das Rahmenfenster passt exakt in einen Fensterausschnitt, so dass es kaum über die Fahrzeugseitenwand hinausragt. Daraus ergeben sich neben einem höheren Sicherheitsniveau auch optische Vorteile. Das Rahmenfenster ist im Liner-Wohnmobil Standard, bei preisgünstigeren Wohnmobilen sind oftmals –>vorgehängte Fenster montiert.

Raumbad

Ein Raumbad in einem Wohnmobil ergibt sich, wenn man die an einer Seite eingebaute Toilette und/oder das Waschbecken gemeinsam mit der auf der anderen Fahrzeugseite eingebauten Dusche durch (Schiebe-)Türen vom restlichen Raum des Wohnmobils abtrennen kann. Insbesondere beim Liner-Wohnmobil ergibt sich auf diese Weise ein sehr geräumiges Bad, das eine große Bewegungsfreiheit bietet.

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Regalsystem

Ein Regalsystem in der ->Garage eines Wohnmobils wird auch -> Ordnungssystem genannt.

Rundumsitzgruppe

Von einer “Rundumsitzgruppe” beim Wohnmobil spricht man, wenn ein Tisch an drei Seiten von Sitzplätzen umgeben ist. Eine Rundumsitzgruppe bietet vielen Menschen Platz und ist sozusagen der Inbegriff der Gemütlichkeit beim Wohnmobil.

Durch die Einbaulage im Heck und den großen Raumbedarf ist die Realisierung einer großen Heckgarage schwierig. Beim Liner-Wohnmobil wird ein Grundriss mit Rundumsitzgruppe meist durch ->Einzelbetten im ->Hubbett oder im ->Alkoven ergänzt. Alternativen sind die ->Seitensitzgruppe, die ->L-Sitzgruppe, die ->Face-to-Face-Sitzgruppe oder die ->Mitteldinette.

S

Schwarzwasser

Als “Schwarzwasser” bezeichnet man den Inhalt des ->Fäkaltanks. Siehe auch ->Grauwasser und
->Frischwasser.

Seitensitzgruppe

Seitensitzgruppe” ist bei einem Wohnmobil eine andere Bezeichnung für eine ->Mitteldinette.

Slideout

Bei einem Slide-Out oder Slideout wird ein Teil der Seitenwand eines Liner-Wohnmobils im Stand nach draußen, also über die eigentliche Karossie hinaus, elektrisch ausgefahren. Sowohl im ein- als auch im ausgefahrenen Zustand wird der konstruktiv unvermeidliche Spalt zwischen Karosserie und Slide-Out mit einen aufblasbaren Gummipolster luft- und wasserdicht verschlossen.

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Slide-Out beim Morelo Empire Liner

Durch den Slide-Out wird ein enormer Raum im Liner-Wohnmobil gewonnen. Bedingt durch den konstruktiven Aufwand und das hohe Gewicht wird ein Slide-Out meist nur in Liner-Wohnmobilen mit mehr als 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eingebaut, der passende ->Führerschein sollte also vorhanden sein.

SOG

“SOG” bezeichnet beim Wohnmobil die Entlüftung eines ->Fäkaltanks oder einer ->Kassetten-Toilette. Die Bezeichnung rührt vom ersten kommerziell erfolgreichen Hersteller einer solchen Belüftung. Die Entlüftung erfolgt dabei entweder direkt an der Klappe des Schachts der –>Kassetten-Toilette, über eine kurze Schlauchleitung unter dem Wohnmobil oder über einen kleinen Kamin auf dem Dach des Wohnmobils. Bei der Benutzung der Toilette wird ein Ventilator in Betrieb gesetzt, der Umgebungsluft in den Fäkaltank saugt und über die Entlüftung die sich im Tank befindenden Gase nach draußen leitet.

Um eine Geruchsbelästigung zu vermeiden ist im Luftstrom ein Aktivkohlefilter vorhanden, der regelmäßig getauscht werden muss. Der entstehende Unterdruck verhindert während der Benutzung der Toilette das Eindringen von Gerüchen in das Wohnmobil. Gleichzeitig wird durch die Erhöhung des Luftsauerstoffs im Fäkaltank die Bildung von Fäkalgasen minimiert. In vielen Fällen kanns so auf den Einsatz von ->Toiletten-Chemikalien verzichtet werden.

Solarpanel

Ein Solarpanel wird in der Regel auf dem Dach des Wohnmobils verklebt. Das Solarpanel wandelt auftreffenden Sonnenlicht in elektrische Energie um und speichert diese in der ->Aufbau-Batterie. Je nach Anzahl der Solarpanels und Aufbau-Batterien ist eine lange ->Autarkie möglich.

Standheizung

Eine Standheizung heizt bei Wohnmobil das Fahrerhaus. Je nach Größe und Aufbau ist eine Standheizung sinnvoll um im Winter im Fahrerhaus schon vor der Fahrt eine behagliche Wärme zu erzeugen und Kältebrücken zu vermeiden.

Starter-Batterie

Die Starter-Batterie ist beim Wohnmobil für die Versorgung der elektrischen Verbraucher des Antriebs und vor allem zum Start des Motors notwendig. Die Starter-Batterie wird während der fahrt vom Generator des Motors geladen. Bei vielen Wohnmobilen wird die Starter-Batterie gemeinsam mit der ->Aufbau-Batterie auch durch den ->Landstrom geladen.

Stromversorgung

Die Stromversorgung beim Wohnmobil ist zweigeteilt. Zum einen gibt es ein Leitungsnetz mit 230 Volt Wechselstrom das bei Nutzung des ->Landstroms genutzt wird. Daneben existiert ein 12-Volt-Gleichstromnetz, das beim ->autark stehen von der ->Aufbau-Batterie sichergestellt wird.

Strominstallation bei einem Morelo Home

Besonders beim Liner-Wohnmobil werden immer mehr leistungsfähige ->Wechselrichter verbaut. Mit deren Hilfe können aus den 12-Volt aus der Aufbau-Batterie 230 Volt Wechselstrom erzeugt werden um haushaltsübliche Geräte wie eine Kaffeemaschine oder einen Haarfön zu betreiben.

T

Tauchpumpe

Eine Tauchpumpe versorgt die Zapfstellen im Wohnmobil mit Wasser. Beim Öffnen einer Zapfstelle wird durch den im Wasserhahn verbauten Microschalter ein Stromkreis geschlossen und die Pumpe in Gang gesetzt. Im Gegensatz zur -> Druckwasserpumpe ist also ein zusätzlicher Stromkreis von jeder Zapfstelle zur Tauchpumpe nötig. Tauchpumpen sind günstig in der Anschaffung sowie einfach und schnell austauschbar.

Teilintegriertes Wohnmobil

Als teilintegriertes Wohnmobil bezeichnet man ein Wohnmobil, dessen Wohnaufbau sich an das serienmäßige Fahrerhaus des Basisfahrzeugs anschließt. Der freie Durchgang vom Fahrerhaus in die Wohnkabine bleibt dabei erhalten, die Sitze des Fahrerhauses sind drehbar und werden in den Wohnraum integriert. Dadurch können Wohnmobile mit hohem Wohnkomfort gebaut werden. Das Fahrerhaus stellt jedoch in der Regel eine Kältebrücke dar. Siehe auch ->Alkoven-Wohnmobil, ->Integriertes Wohnmobil, ->Liner-Wohnmobil.

Toiletten-Chemikalien

->Chemie-Toilette

Trenntoilette

Bei einer Trenntoilette werden flüssige und feste Fäkalbestandteile schon bei der Benutzung voneinander getrennt. Das soll zum einen die Geruchsbelästigung durch Fäkalien verhindern und die Entsorgung vereinfachen. Die festen Bestandteile werden nach der Benutzung mit einer dünnen Schicht saugfähiger Stoffe (z.B. Rindenmulch, Kokosraspel) bedeckt, während die flüssigen Bestandteile in einem Tank aufgefangen werden. Es werden keine ->Toiletten-Chemikalien benötigt. Die Entsorgung der festen Stoffe kann zum Beispiel im Hausmüll erfolgen, die flüssigen Stoffe werden beispielweise an ->Entsorgungs-Stationen entsorgt.

Trittstufe

Eine Trittstufe erleichtert den Zugang zum Wohnmobil, besonders wenn ->Hubstützen verwendet werden. Sie werden entweder manuell oder automatisch ausgefahren. Bei ->Liner-Wohnmobilen sind auf Grund der meist großen Bauhöhe oftmals bis zu 5 Trittstufen verbaut.

Truma

->Warmluftheizungen im Wohnmobil sind meist vom Hersteller Truma. Deshalb wird “Truma” oftmals als Synonym für Warmluftheizungen benutzt. Siehe auch ->Alde.

Therme

Die “Therme” ist beim Wohnmobil für die Warmwasserbereitung zuständig. Sie wird in der Regel mit Gas betrieben, manchmal ist auch eine elektrische Heizpatrone verbaut, die bei ->Landstrom zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann. Die Therme ist ein Bauteil der ->Warmluftheizung und kann getrennt von dieser platziert werden. Bei einer ->Warmwasserheizung (s. ->Alde) erfolgt die Warmwasserversorgung über den zentralen Heizkessel.

TV

Für viele ist Fernsehen auch im Urlaub selbstverständlich. Besonders beim Liner-Wohnmobil werden deshalb TV-Geräte fast schon selbstverständlich. Das TV-Signal wird dabei über eine Satelliten-Anlage, die in der Regel auf dem Dach des Liner-Wohnmobils verbaut ist, eingespeist. Die Ausrichtung der Satelliten-Antenne erfolgt beim Liner-Wohnmobil in der Regel vollautomatisch.

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Automatische Satelliten-Antenne beim Morelo Empire Liner

An manchen Stell- oder Campingplätzen kann das Signal auch über eine zentrale Anlage direkt am Platz mit einem Antennenkabel ins Wohnmobil eingespeist werden. Damit entfällt die Suche nach einem Platz mit freier Sicht nach Süden – eine Voraussetzung, dass die Satelliten-Anlage ein Signal erhält.

U

Unterflur-Klimaanlage

Eine Unterflur-Klimaanlage ist beim Liner-Wohnmobil meist im ->Doppelboden oder einen Sitztruhe im Fahrzeuginneren eingebaut. Diese Einbaulage reduziert das außen wahrnehmbare Betriebsgeräusch, erhöht die Fahrzeughöhe nicht und trägt zu einem niedrigen Schwerpunkt des Liner-Wohnmobils bei. Der Nachteil einer Unterflur-Klimaanlage ist der höhere bauliche Aufwand: Da kühle Luft schwerer ist als warme müssen die Ausströmer der Klimaanlage in den Kopfbereich montiert werden. Das Gegenstück zur Unterflur-Klimaanlage ist die ->Dachklimaanlage. Um eine Klimaanlage ohne ->Landstrom, also ->autark, betreiben zu können müssen bei der ->Stromversorgung erhebliche Anpassungen vorgenommen werden.

V

Verkeimtes Wasser

Verkeimtes Wasser ist eine der Hauptursachen für den sogenannten ->Biofilm. Je länger verkeimtes Wasser im Wassersystem des Wohnmobils vorhanden ist, je stärker wird der Biofilm und je höher wird der Aufwand zu seiner Beseitigung. Auch deshalb kommt der Reinhaltung des Wassers und damit der ->Wasserversorgung im Wohnmobil eine besondere Bedeutung zu. Das beginnt bereits bei der Aufnahme von ->Frischwasser an der Zapfstelle. Das kann beispielsweise durch ->Wasserfiltersysteme direkt bei der Wasseraufnahme oder mit Wasserzusätzen im ->Frischwassertank geschehen.

Verzurrösen

Verzurrösen dienen dazu, Ladung, z.B. in der ->Garage des Liner-Wohnmobils zu sichern.

Vollintegriertes Wohnmobil

Vollintegrierte Wohnmobile sind Wohnmobile, bei denen Wohn- und Fahrkabine in einer Karosserie integriert sind. Daraus ergibt sich ein besonders gutes Raumgefühl über die gesamte Fahrzeuglänge. Nachteilig ist oftmals die schlechtere Isolation im Fahrerhaus. Außerdem wird in der Regel nur eine Tür auf der Fahrerseite eingebaut. Über den Sitzen in der Fahrkabine können entweder umlaufende Schränke oder ein ->Hubbett eingebaut sein. In manchen integrierten Wohnmobilen ist das Hubbett die einzige Schlafstatt, im Heck findet sich dann meist eine –>Rundsitzgruppe. Alternativen oder Ergänzungen zum Hubbett sind ->Einzelbetten, ein ->Queensbett oder ein ->französisches Bett. Liner-Wohnmobile sind nahezu immer besonders hochwertig ausgestattet, luxuriöse und große vollintegrierte Wohnmobile.

Vorgehängte Fenster

Als “vorgehängte Fenster” bezeichnet man ein Acrylfenster beim Wohnmobil, das am oberen Rand über ein Aluprofil verfügt, welches an der Seitenwand in ein zweites, passendes Aluprofil eingehängt wird. Auf dieses Weise ergibt sich eine Art Klappe aus durchsichtigem Kunststoff. Diese Klappe verschließt die Fensteröffnung der Seitenwand. Bauartbedingt überragt das vorgehängte Fenster die Seitenwand des Wohnmobils, was optische Nachteile mit sich bringt und den Diebstahlschutz verringert. Bei höherwertigen Wohnmobilen, besonders beim Liner-Wohnmobilen, sind in der Regel ->Rahmenfenster verbaut.

W

Warmluftheizung

Bei den meisten Wohnmobilen kommt eine Warmluftheizung (meist vom Hersteller ->Truma) zum Einsatz, in der Regel in Kombination mit einem Boiler zur ->Warmwasserversorgung. Bei einer Warmluftheizung wird mit einem Brennstoff (i.d.R. ->Gas, manchmal auch Diesel) Luft erhitzt. Diese wird über ein Rohleistungssystem mit einem Gebläse im Wohnmobil verteilt. Einfache Warmluftheizungen werden manuell reguliert, komfortabler ist die Regelung über einen Temperatursensor. Je nach Wunsch und Ausstattung ist auch die Bedienung mit einer App möglich.

Der Vorteil der Warmluftheizung liegt in einer kompakten Baugröße und einer hohen Robustheit sowie einem schnellen Aufheizen des Wohnmobils. Nachteilig ist die durch die warme Luft hervorgerufene Luftbewegung sowie ein eher trockenes Raumklima. Je nach Verteilung der Warmluftöffnungen kann es schwierig sein, eine gleichmäßige Wärme zu erzeugen. Im Liner-Wohnmobil kommt praktisch immer eine ->Warmwasserheizung zum Einsatz.

Warmwasser

Im Wohnmobil gehört eine Warmwasserversorgung, beispielsweise zum Duschen, zum Standard. Dabei wird das Wasser sowohl bei der –>Warmluftheizung als auch bei der ->Warmwasserheizung entweder per ->Tauchpumpe oder per ->Druckwasserpumpe vom ->Frischwassertank in einen Boiler befördert. Im Boiler wird das Wasser in der Regel mittels einer Gasflamme, seltener mit einer elektrischen Heizpatrone, Wasser erhitzt und temperiert gelagert. Die Warmwasserversorgung kann getrennt von der Raumheizung betrieben werden.

Warmwasserheizung

->Alde

Wasserfilter

Wasserfilter reinigen das ->Frischwasser im Wohnmobil von groben Verschmutzungen und, je nach Bauweise, auch von Bakterien. Damit verringern sie die Gefahr eines ->Biofilms. Wasserfilter können im Frischwassereinlauf, vor oder nach einer ->Tauchpumpe oder ->Druckwasserpumpe montiert sein. In Liner-Wohnmobilen kommen oft haushaltsübliche Wasserfilter zum Einsatz. Vielfach hat es sich bewährt, das Wasser durch einen vorgeschalteten Filter schon beim Auffüllen des ->Frischwassertanks zu reinigen.

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung im Liner-Wohnmobil wird in der Regel über haushaltsübliche Verrohrung und Armaturen sichergestellt. Meist kommen besonders große ->Frischwassertanks zum Einsatz. Je größer der Frischwassertank desto höher die Tendenz zur ->Verkeimung des Wassers. Außerdem kann ein während der Fahrt komplett gefüllter Frischwassertank die ->Zuladungsreserven des Wohnmobils stark begrenzen. Möglicherweise kann in diesem Fall eine ->Auflastung Abhilfe schaffen.

Wechselrichter

Ein Wechselrichter wandelt die in der ->Aufbau-Batterie gespeicherte Energie von 12 Volt auf 230 Volt um. Auf diese Weise können auch ohne ->Landstrom haushaltsübliche Verbraucher wie Kaffeemaschine oder Fön betrieben werden.

Beim Einbau eines Wechselrichters ist besondere Sorgfalt nötig. Da Leistungsaufnahme und -abgabe sowie die Leitungsquerschnitte auf den geplanten Anwendungszweck abgestimmt werden müssen, um eine Überhitzung und damit eine Brandgefahr zu vermeiden. Deshalb sollten Wechselrichter nur von Fachbetrieben montiert werden. Je nach Anforderung ist die Kombination des Wechselrichters mit einer ->Lithium-Batterie sinnvoll.

Windlauf

Als Windlauf bezeichnet man ein vom Fahrgestellhersteller zugeliefertes Fahrgestell mit Reifen und Motor, jedoch ohne Fahrerkabine. Ein Windlauf bildet die Basis für ->vollintegrierte Wohnmobile und ->Liner-Wohnmobile.

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Windlauf für einen Morelo Empire Liner

X

Y

Z

Zentralverriegelung

Eine Zentralverriegelung ermöglicht das Ver- und Entriegeln aller Türschlösser von einem Schloss aus oder mit einem Signalgeber. Bei Liner-Wohnmobilen sind oftmals alle Außenstauklappen auch in die Zentralverriegelung eingebunden.

Zerhacker-Toilette

Bei einer Zerhacker-Toilette werden die Fäkalien vor der Einleitung in den ->Fäkaltank mit einem elektrisch betriebenen Hackwerk zerkleinert. Das verringert das Volumen merklich und verlängert dadurch die ->Autarkie. Nachteile der Zerhacker-Toilette sind das vielfach als unangenehm empfundene Betriebsgeräusch sowie ein erhöhter Wasserbedarf und Wartungsaufwand.

Zuladung

Die Zuladung ist die Differenz zwischen der maximal zulässigen Gesamtmasse (F.1. in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 ) und der Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs. Die im Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil 1 im Feld G angegebene Leermasse ist nicht zwingend die Leermasse des Wohnmobils, da zusätzliche Ausstattung wie ->Markise, ->Wechselrichter, ->Brennstoffzelle oder -> Dachklimaanlage sowie das persönliche Reisegepäck nicht in diesem Wert enthalten sind.

Es bietet sich deshalb an, das reisefertige Wohnmobil zu wiegen. Da die Bußgelder für überladene Wohnmobile Europaweit unterschiedlich und teils sehr hoch sind, sollte bei Überschreiten der zulässigen Gesamtmasse über eine ->Auflastung nachgedacht werden, was eventuell auch eine Erweiterung des ->Führerscheins nach sich zieht. Idealerweise erfolgt diese Überlegung schon vor der Anschaffung eine Wohnmobils.

Auch Liner-Wohnmobile bleiben nicht von der Zuladungs-Problematik verschont: Oftmals sorgen schwere Fahrgestelle, luxuriöse Ausstattung und voluminöse –>Frischwasser-, ->Abwasser- und ->Fäkaltanks für eine geringe mögliche Zuladung.

Zwischenboden

->Doppelboden